Debitkarten

Die Debitkarte gehört zu der Gruppe der Zahlungskarten und besitzt eine große Bedeutung innerhalb des bargeldlosen Zahlungsverkehrs (eine bekanntere, aber eigentlich falsche Bezeichnung für Debitkarte ist “Scheckkarte”). Eine Debitkarte unterscheidet sich im Gegensatz zu einer Kreditkarte darin, dass ein sofortiger oder zeitnaher Rechnungseinzug des für einen Kauf oder eine Dienstleistung entrichteten Geldbetrags auf dem Girokonto erfolgt. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache als “debitieren” bezeichnet.

Die Voraussetzung für den Einsatz einer Debitkarte ist die Verbindung zu einem entsprechend gedeckten Konto. Für die Nutzung einer Debitkarte eignen sich die herkömmlichen Girokonten, welche von Banken und Sparkassen eingerichtet werden. Der direkte Einsatz ist auch bei der Auszahlung von Bargeld an entsprechenden Geldautomaten möglich. Viele Menschen kannten die Debitkarte unbewusst bereits unter der Bezeichnung EC-Karte. Die EC-Karte ist rechtlich gesehen jedoch keine Kreditkarte.

Debit-Systeme im internationalen Zahlungsmarkt

Ein bedeutsames Debit-System ist die Maestro-Card. Sie dient zur bargeldlosen Bezahlung und zur Abhebung von Geld an den Automaten und ist der herkömmlichen BankCard oder SparkassenCard gleich zu setzen.

Die MasterCard wird vorrangig in Amerika genutzt. Sie kann auf Grund des weltweiten Zahlungssystems auch weltweit eingesetzt werden. Für die internationale Nutzung der Geldautomaten ist die MasterCard mit einem Cirrus-Logo ausgestattet. Da MasterCard mit Maestro-Card in engem Zusammenhang steht, sind die Karten in beiden Debitsystemen einsetzbar.

VISA ist ein System, welches schon vielfach bekannt ist. Seine Entwicklung stammt ebenfalls aus den USA und der Einsatz der VISA-Card ist ebenfalls global möglich. Die VISA Electron-Karte kann sowohl als Debit-, Prepaid-und Kreditkarte verwendet werden.

Debit-Systeme innerhalb Deutschlands

In Deutschland werden verschiedene Debitkarten-Systeme zur Verfügung gestellt. Zunächst steht das System am Geldautomaten für eine Bargeldabhebung unter der Eingabe der PIN zur Verfügung. Electronic Cash, auch als EC-Karte bekannt, ist das in Deutschland vorrangig genutzt Debit-System. Daneben besitzen das Point of Sale ohne Zahlungsgarantie und das Elektronische Lastschriftverfahren eine grundlegende Bedeutung. Die GiroCard unterliegt in Deutschland ebenfalls dem Debitkarten-System und erlaubt den Einsatz sowohl des Electronic Cash im öffentlichen Handel und bei der Nutzung der Geldautomaten.

Der Einsatz der Debitkarten

Die Ausgabe der Debitkarten wird unmittelbar von den entsprechenden Banken und Geldinstituten vorgenommen, wobei als Basis ein personengebundenes Girokonto vorgelegt werden muss. Debitkarten sind ebenfalls durch eine spezielle Gebühr erhältlich, welche in den Geschäftsbedingungen und den vertraglich fixierten Konditionen festgelegt ist. Im Gegensatz zu Kreditkarten sind die Debitkarten günstiger in den Gebühren und werden daher wesentlich öfter auf Wunsch der Kunden ausgegeben.

Vom Aufbau besteht die Debitkarte aus einer Kunststoffmasse, welche mit verschiedenen funktionsrelevanten Elementen ausgestattet ist. Zunächst gehören dazu der sogenannte Chip und der auf der Rückseite aufgebrachte magnetisierte Streifen. Beide Module sind die Voraussetzung für den reibungslosen Zahlungsverkehr. Im Zusammenhang mit der PIN und der Unterschrift des Karteninhabers dienen sie außerdem der sicheren Legitimation innerhalb des Datenschutzes und der Benutzungsbestimmungen.