Pfändungsschutz ab 01.01.2012 nur mit P-Konto

Freitag den 23.12.2011

Wichtige Änderungen beim Pfändungsschutz für Girokonten ab 01.01.2012

Seit dem 1. Juli 2010 gibt es in Deutschland ein Pfändungsschutzkonto, oftmals auch kurz als P-Konto bezeichnet. Das Hauptziel des Pfändungsschutzkontos besteht darin, dass der Kontoinhaber leichter Verfügungen von dem Konto vornehmen kann, wenn gegen ihn eine Pfändung vorliegt. Es handelt sich bei dem P-Konto zunächst um ein „normales“ Girokonto, welches allerdings auf Guthabenbasis geführt wird und den zusätzlichen Vermerk „Pfändungsschutzkonto“ erhält. Der wesentliche Unterschied zwischen dem normalen Girokonto und dem P-Konto besteht darin, dass der Kontoinhaber beim P-Konto jederzeit innerhalb der Pfändungsfreigrenze Verfügungen vornehmen kann. Beim gewöhnlichen Girokonto liegt hingegen bei einem vorhandenen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss eine Sperre vor, sodass jede einzelne Verfügung des Kontoinhabers zunächst mit der Bank abgesprochen werden muss.

Wer benötigt ein P-Konto und welcher Betrag ist geschützt?

Ein Pfändungsschutzkonto ist für all diejenigen Verbraucher interessant, gegen die eine Pfändung vorliegt und die Sozialleistungen erhalten. Denn beim normalen Girokonto durfte bisher 14 Tage lang über eingegangene Sozialleistungen durch den Kontoinhaber verfügt werden. Dieser Sperrschutz des normalen Girokontos fällt ab 01.Januar 2012 komplett weg. Beim P-Konto kann hingegen im Rahmen der Pfändungsfreigrenze frei verfügt werden. Dieser Schutz gilt für den Grundfreibetrag von monatlich 1.028,89 Euro. Bestehen Unterhaltsverpflichtungen, erweitert sich der Pfändungsschutz auf einen höheren Betrag.

Wer ein P-Konto beantragen möchte, der kann das nur bei der eigenen Bank tun, bei der bereits ein normales Girokonto geführt wird. Denn nur die eigene Bank hat die Pflicht, das normale Girokonto in ein P-Konto „umzuwandeln“. Es gibt hingegen kein Recht, bei einer anderen Bank ein Girokonto zu eröffnen und dieses sofort in ein P-Konto umzuwandeln. Der Rechtsanspruch auf ein „Girokonto für Jedermann“ wird von einigen Institutionen in Deutschland gefordert, bislang aber nicht umgesetzt. Die Einrichtung eines P-Kontos wird zudem bei der Schufa eingetragen und kann an andere Banken beauskunftet werden, da jeder Bürger nur ein Pfändungsschutzkonto besitzen darf. Die Kosten dürfen nicht höher sein als beim Girokonto ohne dem Pfändungsschutz.

Wichtige Änderung beim P-Konto zum 1. Januar 2012

Ab dem 1. Januar 2012 gibt es eine – das P-Konto betreffende – wichtige Änderung. Und zwar konnten bisher Sozialleistungen wie ALG II innerhalb von zwei Wochen nach Verbuchung auf dem normalen Girokonto auch trotz vorliegender Pfändung verfügt werden. Ab Januar 2012 ist das nicht mehr möglich!. Denn ab Jahresbeginn bietet nur noch ein P-Konto den besagten Schutz, während auf dem normalen Girokonto Gläubiger ohne Weiteres Forderungen einziehen dürfen – darunter fallen nun auch Sozialleistungen. Daher sollten Verbraucher, die noch kein P-Konto haben und gegen die eine Pfändung vorliegt, unbedingt jetzt noch aktiv werden! Dazu muss man den Weg zur Bank gehen und das normale Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln lassen.

Kommentare

  1. dieter marynek schrieb am Januar 18th, 2014 at 17:14

    ich dieter marynek.mochte mein.konto schusen lasen fur die klaubeicker das die nech mein konto sprn dórffen freund lechen grúßen dieter marynek 04038079444

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