Prepaid Kreditkarten im Urlaub

Donnerstag den 28.07.2011

Ein Urlaub ohne Kreditkarte? Das ist inzwischen völlig undenkbar. Ganz egal, ob man einen Flug übers Internet bucht oder einen Mietwagen benötigt: Der bargeldlose Zahlungsverkehr öffnet einem immer häufiger erst das Tor ins Ausland. Auch während des Urlaubs selbst haben Kreditkarten im Vergleich zu Bargeld viele Vorteile. Aber gilt das auch für Prepaid Kreditkarten?

Bargeldloses Zahlungsmittel auf Guthabenbasis – eine sichere Urlaubsfinanzierung?

Bei der Prepaid Kreditkarte handelt es sich um keine herkömmliche Variante der Kreditkarten. Während man beim klassischen Plastikgeld auf Kredit bezahlt, muss die Prepaidkarte im Vorfeld mit einem Guthaben aufgeladen werden. Im Anschluss daran kann sie zwar im Allgemeinen wie eine normale Kreditkarte verwendet werden, allerdings muss der Kunde ein paar wenige Abstriche in Kauf nehmen.

Dass die Kreditfunktion bei der Prepaid Kreditkarte fehlt, ist bereits ein erstes Problem. Wer also im Urlaub plötzlich mehr Geld benötigt, muss die Kreditkarte zunächst einmal aufladen lassen. Prinzipiell kann jeder auf das Kartenkonto Geld überweisen oder einzahlen, so dass man auch jemanden aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis fragen kann, einmal Geld auf das Kartenkonto zu überweisen. Ein praxisorientierter Finanz Tipp: Während man im Urlaub ist, kann man so also auch daheim in Deutschland anrufen und jemanden bitten, Geld auf die Kreditkarte aufzuladen. Zurückzahlen kann man es ja auch nach dem Urlaub.

Natürlich ist es besser, gleich von vornherein genügend Guthaben auf der Karte zu haben. Hier muss man aufpassen, dass die Kreditkarte es auch zulässt, mit höheren Guthabenbeträgen aufgeladen zu werden. Nicht jede Prepaidkreditkarte kann man unbegrenzt aufladen.

Problem Mietwagen

Problematisch ist immer wieder, mit einer Prepaid-Kreditkarte einen Mietwagen reservieren und buchen zu können. Mietwagenfirmen wollen für gewöhnlich die Sicherheit haben, dass die Rechnung – falls sie durch Schäden einmal höher werden sollte – auch vom Kreditkarteninhaber beglichen werden kann. Dazu wird elektronisch auf dem Kartenkonto ein größerer Betrag reserviert, der nicht abgebucht, sondern nur für weitere Kartentransaktionen gesperrt wird. Folglich muss die Prepaidkreditkarte mit weit mehr Geld aufgeladen sein, als tatsächlich für die Mietwagenbuchung benötigt wird. Doch selbst darum braucht man sich keine Gedanken zu machen, denn viele Mietwagenverleiher sperren Prepaid- und Debitkarten gleich von vornherein aus. Lediglich bei zwei Kreditkarten, der CristalCard und der ExplorerCard, gibt es die Gewissheit, einen Mietwagen buchen zu können – die Garantie gilt aber auch nur für Europcar. Zusätzlich erhalten Kartenbesitzer der CristalCard und der ExplorerCard einen Rabatt von 20% bei Europcar, indem sie eine Contract-ID bekommen.

Versicherungsschutz auch nur bei höherwertigeren Kreditkarten

Wie bei herkömmlichen – echten – Kreditkarten gibt es auch bei Prepaidkreditkarten zunächst einmal keinen Versicherungsschutz. Ist man aber bereit, mehr Geld für die Karte auszugeben, dann holt man sich die ExplorerCard mit dem umfangreichen Versicherungsschutz. Dieses Versicherungspaket beinhaltet u.a. eine Auslandskrankenversicherung, eine Reiserücktrittsversicherung und Mietwagen Vollkaskoversicherung. Wer eine klassische Kreditkarte möchte, der wird insbesondere die Mietwagenkasko kaum bei einer Kreditkarte finden. Insofern ist die ExplorerCard unseren Erfahrungen nach die erste Prepaid Kreditkarte, die einen umfangreichen Versicherungsschutz für den Karteninhaber (bei der FamilyCard die ganze Familie) bietet.

Fazit:

Prepaid Kreditkarten eignen sich mehr und mehr für das Ausland und den Urlaub. Allerdings muss man sich seine Kreditkarte aufgrund der genannten Fallstricken genauestens auswählen. Wer eine saubere Schufa hat und somit nicht unbedingt auf eine Prepaidkreditkarte ausweichen muss, für den empfehlen wir weiterhin eine echte Kreditkarte, die einen Kreditrahmen besitzt und monatlich abgerechnet wird. Die Charge Card-Variante wie die bei der DKB Kreditkarte verursacht auch keine Sollzinsen, ist kostenlos und bietet noch zusätzlich weltweit kostenfreie Bargeldabhebungen.

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