Kreditkartenkrise auch in Europa?

Mittwoch den 19.08.2009

Die USA steht vor einer Kreditkartenkrise. Diese könnte auch schon bald nach Europa schwappen. Schon im Verlaufe der Immobilienkrise hatte sich gezeigt, dass auch europäische Märkte denkbar schlechte Entwicklungen durchlebt hatten. So entwickelte sich etwa der Markt in Spanien ebenfalls ausgesprochen schlecht, so dass viele Hausbesitzer inzwischen wertlose Immobilien besitzen, während die Kreditschulden in vielen Fällen existenzbedrohende Ausmaße annehmen.

Gleiches gilt für die Kreditkarten im Revolving-Format, die auch auf dem europäischen Kontinent zuletzt erheblichen Zulauf vorweisen konnten und so manchem Verbraucher inzwischen erhebliche wirtschaftliche Probleme beschert haben. In Deutschland sind diese Angebote zwar noch relativ wenig genutzt. Dennoch werden schon erste Forderungen nach ähnlichen Verbraucherschutzrichtlinien für die europäischen Märkte laut, mit denen die Gewinne der Unternehmen reguliert werden können, indem allzu exzessive Gebühren- und Zinserhebungen per Gesetz verboten werden.

In den USA deuten die derzeitigen Prognosen an, dass staatlich verordnete Verbraucherschutzgesetze die Einnahmen aus Strafgebühren und Sonderzinsen von zuletzt rund 20,5 Mrd. Dollar halbieren werden. Wie in den USA könnten auch strengere Vergabevorgaben für Kreditkarten eine Entzerrung der kritischen Marktlage bringen, um den Zugang zur Nutzung besser als bisher zu regeln. Abzuwarten ist in dieser Sache lediglich, ob Reaktionen zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch die gewünschten Effekte erzielen können, um eine weitere Verschlimmerung zu verhindern.

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