Kreditkarten: Ausfälle auf dem US-Markt nehmen weiter zu

Dienstag den 9.06.2009

Nicht erst seit Einführung des neuen Kreditkarten-Gesetzes, dass US-Präsident Barack Obama zum Schutz der Verbraucher im Kongress auf den Weg gebracht hat, weiß man um die Gefahren von Kreditkarten. Doch die bisherigen Bemühungen und Aufklärungskampagnen, die vor allem jüngere Inhaber einer Kreditkarte die Augen über die Risiken eines allzu freien Umgangs mit dem Zahlungsmittel öffnen sollten, haben bisher nicht wirklich viel ausrichten können. Zu groß scheint die Versuchung zu sein, sich das Geld von den Kreditkartenanbietern zu leihen.

Auch wenn die vergangenen Jahre eindeutig erkennen ließen, dass das Modell für durchschnittliche Arbeitnehmer durch den Verlust über die Kosten-Übersicht eher Nach- als Vorteile bietet, nutzen immer mehr US-Amerikaner die Kreditkartenzahlung wegen der bequemen Möglichkeiten, die sich hierdurch bieten.

Mit dem ebenso einfachen wie erschreckenden Ergebnis, dass sich Schulden im Schnitt weiterhin deutlich erhöhen.

Kreditkartennutzer immer öfter säumig

Bei rund 1,32 Prozent aller mit einer Kreditkarte getätigten Zahlungen kommt es inzwischen zu Säumnissen. Verglichen mit dem Jahr 2008 entspricht dieser Wert einem Zuwachs von erheblichen 11 Prozent für das erste Jahresquartal. Kein Wunder also, dass Kritiker aus der Politik und Verbraucherschützer zusätzlichen Handlungsbedarf sehen, der die Maßnahmen aus besagtem Gesetz deutlich übersteigen müsse. Allein die Tatsache, dass sich der Prozentsatz zu säumigen Zahlern aus der Studie der Agentur TransUnion nur auf diejenigen Konsumenten bezieht, bei denen sich die Säumnisse auf mindestens ein Vierteljahr belaufen.

Die Verbraucher, die mit kürzeren Verzugszeiten zu kämpfen haben, sind noch gar nicht berücksichtigt. Als Summe ergibt sich bei der durchschnittlichen Kreditverschuldung ein Betrag von 5776 US-Dollar. Noch im Jahr 2008 lag diese Summe rund 230 Dollar niedriger.

Der Versuch, diesen Anstieg einzig und allein gewohnheitsbedingt mit Kosten für Urlaub und anderem Luxus zu erklären, will an dieser Stelle nicht so recht funktionieren. Denn aus welchem Grund und zu welchem Zeitpunkt die Schulden erneut deutlich steigen für die Nutzer von Kreditkarten, ist nicht entscheidend. Denn einerseits liegt die aktuelle Neuverschuldung der Verbraucher in diesem Bereich über den bisher üblichen Größenordnungen. Zudem ändert diese Erklärung nichts daran, dass die Zahl der Karteninhaber weiter wächst, denen die Kontrolle über ihren Schuldenberg und ihre Ausgaben allmählich abhanden kommt.

Ein weiteres Plus bei den Säumnissen sagen Experten schon jetzt bis Jahresende als sicher vorher. Dass diese momentane Entwicklung schon 2010 verlangsamen oder gar stoppen könnte, ist bisher nicht viel mehr als ein frommer Wunsch.

Einen Kommentar schreiben: