Revolving-Kreditkarten werden zur Kostenfalle

Dienstag den 7.04.2009

Das Verbraucherministerium warnt vor den Revolving-Kreditkarten. Dies sind Kreditkarten, bei der die Kunden die Beträge in Raten zurückzahlen können. Die verbleibenden Beträge werden bis zur Rückzahlung mit hohen Zinsen belegt. Die Abrechnung ist für den Verbraucher unübersichtlich und nicht transparent. Es besteht eine hohe Gefahr, dass der Verbraucher den Überblick verliert und so schnell in der Schuldenfalle landet.

Diese neue Art der Kreditkarte mit integriertem Rahmenkredit ist in Ländern wie USA, Großbritannien oder Frankreich bereits weit verbreitet und wird nun von ausländischen Banken auch in Deutschland bekannt gemacht. Erweitert durch eine Maestro-, Mastercard- oder VISA-Funktionalität kann diese Karte weltweit eingesetzt werden. Das Revolving-Konto wird grundsätzlich im Soll geführt. Die Führung des Kreditkartenkontos auf Guthabenbasis ist nicht möglich.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Kreditkarte wird der Abrechnungsbetrag nicht per Lastschrift vom Girokonto eingezogen. Es wird lediglich mit einer monatlichen Mindestrate von meist 5 % bis 10 % des Rechnungsbetrages getilgt. Der offene Saldo der Monatsabrechnung muss manuell ausgeglichen werden, wenn der Karteninhaber keine Sollzinsen zahlen möchte. Für Bargeldabhebungen und Überweisungen werden auch bei monatlichem Ausgleich des Kreditkartenkontos ab dem Zeitpunkt der Auszahlung Zinsen fällig.

Die Sollzinsen belaufen sich je nach Kartenangebot zwischen effektiv 8,98 % und 19,90 %. Sie sind also weitaus höher als die Zinsen für einen normalen Ratenkredit. Die Kartenangebote sind sehr unterschiedlich. Als Angebot werden zum Beispiel für 6 Monate keine Sollzinsen berechnet oder es wird auf die Jahresgebühr bei entsprechend hohen Umsätzen verzichtet.

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