Kreditkarten-Phishing: Betrug per E-Mail

Dienstag den 20.03.2018

Dass im elektronischen Postkasten Nachrichten landen, auf die man gut und gerne verzichten kann, kommt vor. Einfach löschen und gut. Einige dieser E-Mails haben jedoch einen so seriösen Anstrich, dass viele Verbraucher nach wie vor darauf hereinfallen. Den Absendern geht es meist darum, Daten abzugreifen, unter anderem die Kreditkarteninformationen. Dazu wird auf einen Datenabgleich verwiesen oder aber auf die neuen Datenschutzgesetze.

Täter verweisen auf den Datenschutz

Waren derlei Phishing-Mails vor ein paar Jahren noch leicht zu erkennen, haben die Täter inzwischen deutlich perfidere Methoden, um an ihr Ziel zu gelangen. Sie sprechen ihre Opfer mit Namen an, kennen die Anschrift und gestalten die Nachrichten täuschend echt. Kein Wunder also, wenn einige Adressaten auf die Links klicken und ihre Daten preisgeben. Aktuell sind vor allem Kunden von Barclaycard betroffen.

Die Folgen sind absehbar: In der Regel dauert es nicht lange und mit der Kreditkarte wird fleißig eingekauft oder Geld transferiert. Viele Opfer merken es meist erst, wenn das Konto leer ist oder die Kreditkartenabrechnung unbekannte Posten aufweist. Daher sollte man bei sämtlichen E-Mails, in denen es um die Kreditkarte, das Girokonto oder Kundenkonten geht, sehr vorsichtig sein.

Unbekannte E-Mails lieber löschen

Im Zweifelsfall gilt: Die Nachricht einfach löschen. Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, kann man auch beim Kreditkartenanbieter oder der Bank anrufen. Dabei sollte man jedoch keinesfalls die Rufnummer wählen, die vielleicht in der E-Mail genannt wird, sondern die Service-Nummer von der letzten Abrechnung oder dem Kreditkartenvertrag. Dann hat man Gewissheit, ob die Nachricht echt oder gefälscht ist.

Sicher ist: Kein seriöses Unternehmen wird seine Kunden per E-Mail dazu auffordern, persönliche und/oder Kreditkartendaten abzugleichen. Wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist und man auf eine solche Nachricht reagiert hat, muss die Kreditkarte umgehend gesperrt werden. Entweder direkt bei der Bank oder außerhalb der Geschäftszeiten über die zentrale Sperrhotline. Sie ist über die 116 116 zu erreichen.

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