Was bringt die Kreditkarte vom Lieblingsverein?

Dienstag den 7.11.2017

Banken bestimmen zwar nach wie vor den Markt für Kreditkarten. Doch auch andere Unternehmen haben die Vorteile von MasterCard und Visa für sich entdeckt. Online-Händler, Fußballvereine, Möbelhäuser und Parfümerien buhlen mit den bunten Plastikkarten um Kunden, versprechen Boni und Rabatte. Doch lohnt es sich tatsächlich, den Kreditkartenantrag beim Lieblingsverein auszufüllen?

Vor- und Nachteile von Kundenkreditkarten

Als Bayern-Fan eine rote Kreditkarte mit FC-Logo im Portemonnaie zu haben, hat zweifelsohne etwas für sich. Oder als Dauerkunde einer Kaffeekette mit der hauseigenen Karte zu bezahlen. Die Versuchung ist sicherlich groß. Denn mit den Kreditkarten gehen Belohnungen einher. Mal werden Bonuspunkte gutgeschrieben oder aber der Einkauf wird um einige Prozentpunkte günstiger. Auf den ersten Blick ein guter Deal. Stellt man die Vorteile jedoch den Kosten gegenüber, verlieren die meisten Kunden-Kreditkarten ganz schnell ihren Reiz.

Denn kostenlos gibt es MasterCard und Co. in der Regel nicht. Bis zu 99 Euro für die goldene Kreditkarte eines Automobilclubs müssen Verbraucher bezahlen. Im Schnitt sind es knapp 30 Euro Jahresgebühr. Dafür muss man viele Punkte sammeln oder sehr oft einkaufen, um alleine diese Kosten zu decken. Hinzu kommen mögliche Gebühren für Barverfügungen oder den Einsatz der Kreditkarte im Ausland. Und wer die Rechnung per Ratenzahlung tilgt, muss auch die Sollzinsen einkalkulieren.

Nur wenige Kundenkarten sind empfehlenswert

Letztlich sollte man bei Kundenkreditkarten die gleiche Rechnung aufmachen wie bei allen anderen Angeboten. Was kostet die Karte, welche Vorteile bringt sie und nutze ich die Boni überhaupt? Damit fängt es an. Aus Sicht von Verbraucherschützern schneiden viele Kundenkarten dabei nicht sonderlich gut ab. Die Stiftung Warentest bezeichnet lediglich die Tchibo Card Plus als „gute Wahl“, wobei man sich Barabhebungen im Ausland aufgrund der Kosten besser verkneifen sollte.

Empfehlenswert ist nach wie vor ein Kreditkartenvergleich. Hierbei sollten persönliche Präferenzen wie der Lieblingsverein oder der Onlinehändler, bei dem man wöchentlich bestellt, erst einmal außen vor bleiben. Nur so findet man die beste und günstigste Kreditkarte für die eigenen Zwecke.

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