Keine Extra-Gebühren mehr bei Kreditkartenzahlungen

Dienstag den 6.06.2017

Jetzt ist es amtlich: Ab 2018 dürfen Händler für die gängigsten Kartenzahlungen keine gesonderten Gebühren mehr verlangen. Das gilt unter anderem für Kreditkarten von Visa und MasterCard sowie für Lastschriften und Überweisungen. Mit dieser Entscheidung, getragen von CDU/CSU, SPD und Grünen, setzt der Bundestag eine Vorschrift der EU um – sehr zum Ärgernis der Wirtschaft.

Ausnahme: Online-Zahlungsdienstleister

Bislang war es vor allem im Onlinehandel Usus, für bestimmte Zahlungsarten Gebühren zu berechnen. Dadurch verteuerte sich der Einkauf bei Nutzung der Kreditkarte schnell um ein bis zwei Prozent. Damit wälzte der Handel die Kosten für die Transaktion auf die Kunden ab. Das ist künftig nicht mehr gestattet. Doch es gibt Ausnahmen. PayPal und Konsorten fallen nicht unter diese Regel. Hier dürfen weiterhin Zusatzkosten erhoben werden.

Wirtschaftsvertreter sträuben sich gegen das Gesetz. Statt die Gebühren komplett zu streichen, hatten sie vorgeschlagen, je nach Kartenart unterschiedliche Kosten in Rechnung zu stellen. Schließlich fielen bei den einzelnen Karten auch unterschiedliche Gebühren an, die irgendwie gedeckt werden müssten.

Verbraucher profitieren von der Neuregelung

Verbraucherschützer sahen darin eine „Gebühren-Flickschusterei“. Dadurch wäre die Wahlfreiheit der Kunden beschnitten worden. Zudem sei es dann schlichtweg unmöglich, Angebote zu vergleichen, da jeder Händler für jede Kreditkarte eine eigene Gebühr aufrufen könnte. Die Zusatzkosten ganz zu verbieten, ist für Verbraucher sicherlich der bessere Weg.

Obwohl Zahlungsdienstleister wie PayPal bei der neuen Regelung außen vor bleiben, rechnen Experten damit, dass auch hier künftig keine Gebühren mehr anfallen. Dafür sorgten die Anbieter, um Wettbewerbsnachteile zu verhindern. Denn sollte die Zahlung per PayPal weiterhin kostenpflichtig sein, werden viele wohl lieber zur Kreditkarte greifen und sich die Extrakosten sparen.

Das neue Gesetz verbessert auch den Verbraucherschutz. Bei Missbrauch gilt künftig: Wird die Kreditkarte verloren oder gestohlen und plündern die Diebe das Girokonto, beträgt die Haftung für den Karteninhaber maximal 50 Euro. Bislang haften Kunden mit 150 Euro.

Kostenlose Kreditkarten für alle

Verbraucher, die immer noch eine Jahresgebühr für ihre Kreditkarte bezahlen, können sich diese Gebühr schenken. Wer den Vergleich auf kreditkarten.net nutzt, der findet schnell seine kostenlose Visa oder MasterCard, die in wenigen Tagen kostenfrei per Post zugeschickt wird. Einfach den Online-Antrag ausfüllen und die alte Kreditkarte kündigen.

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