Welche Kreditkarte darf es sein?

Freitag den 13.01.2017

Die Zahl der Kreditkarten in Deutschland steigt kontinuierlich. Immer mehr Bundesbürger haben das kleine Stück Plastik mit Chip im Portemonnaie. Schließlich sind MasterCard, Visa und American Express gerade im Urlaub oder bei größeren Anschaffungen äußerst praktisch. Zücken, zahlen, fertig. Doch wann und wie werden die Umsätze mit der Kreditkarte abgerechnet. Darüber sollte man sich Gedanken machen, bevor der Antrag für eine neue Karte ausgefüllt wird.

Charge-Kreditkarten

Unterschieden wird nach vier Kreditkartentypen. Jede dieser Alternativen hat Vor- und Nachteile, die gegeneinander abgewogen werden müssen. Am bekanntesten sind die Charge-Karten. Sie dürften am häufigsten in deutschen Geldbörsen zu finden sein. Alle Umsätze werden gesammelt und dann einmal monatlich gebündelt vom Girokonto abgebucht. Zinsen fallen bei dieser Variante nicht an, zumindest nicht aufseiten des Kreditkartenkontos. Dafür kann, vor allem, wenn die Kreditkarte aktiv genutzt wurde, das laufende Konto in die roten Zahlen rutschen.

Debit-Karten

Darüber muss man sich bei einer sogenannten Debit-Karte keine Gedanken machen. Sie wird weltweit akzeptiert, basiert aber eher auf dem Prinzip der guten alten Girokarte. Jeder Umsatz wird direkt oder an einem der nächsten Bankarbeitstage verrechnet. Heißt: Das Konto wird nicht zeitverzögert, sondern umgehend belastet.

Credit Cards

Ganz anders schaut es bei „echten“ Kreditkarten aus. Hier kann der Karteninhaber frei entscheiden, ob er die Monatsabrechnung komplett oder doch lieber in Raten zurückzahlen möchte. Entscheidet man sich für die Teilzahlungsoption, werden für den offenen Betrag Zinsen berechnet. Hier sollte man darauf achten, wie hoch die Sollzinsen sind, und sich keinesfalls dazu verleiten lassen, das Kreditkartenkonto dauerhaft im Minus zu haben. Sonst wird es richtig teuer.

Die Prepaid-Kreditkarte

Das kann bei einer Prepaid Kreditkarte nicht passieren. Sie wird mit Guthaben aufgeladen, ganz einfach per Überweisung (teils auch mit Sofort-Überweisung). Über dieses Guthaben kann dann frei verfügt werden. Grenzen ziehen dabei mögliche Auflade-Limits und der Umstand, dass die Prepaid-Variante nicht in allen Geschäften – etwa Autovermietungen – akzeptiert werden.

Also: An Auswahl mangelt es nicht. Man muss sich nur bewusstmachen, welche Option für die eigenen Zwecke am besten geeignet ist. Dabei spielen auch Details wie zusätzliche Leistungen und Versicherungen eine Rolle. Ein Kreditkartenvergleich macht es leichter, dabei den Überblick zu behalten.

Einen Kommentar schreiben: