Zahl der Kreditkarten steigt in Deutschland auf 31 Millionen

Dienstag den 5.07.2016

Die Zahl der in Deutschland ausgegebenen Kreditkarten steigt kontinuierlich. Aktuell sind knapp 31 Millionen Karten von Mastercard, Visa und American Express im Umlauf. Hochgerechnet heißt das: Viele Bundesbürger haben nicht nur eine, sondern gleich mehrere Kreditkarten im Portemonnaie. Die Mehrheit dieser Karten arbeitet nach dem Debit-Prinzip.

Besonders beliebt: Debit-Kreditkarten

Debit-Kreditkarten werden auch als „unechte“ Kreditkarten bezeichnet. Der Grund: Sie gewähren dem Inhaber keinen Kredit. Sie schieben die Zahlung der fälligen Beträge lediglich um ein paar Wochen auf. Die Umsätze, die mit der Karte getätigt wurden, bucht die Bank dann gebündelt in einer Summe vom Girokonto ab. Der große Vorteil besteht darin, zumindest für die Kreditkartenbeträge keine Zinsen zahlen zu müssen. Das gilt derzeit für etwa 26 Millionen Kreditkarten in Deutschland.

Die andere Variante, neben den Prepaid-Kreditkarten, sind die echten Kreditkarten, für die sich rund fünf Millionen Verbraucher entschieden haben. Hier kann der Kunde frei entscheiden, ob er den offenen Betrag komplett oder nur anteilig zurückzahlt. Für die Restschuld werden dann die marktüblichen Zinsen fällig. Passt man nicht auf und ist der Kreditrahmen ständig bis zum Anschlag ausgereizt, kann es extrem teuer werden.

Banken stellen kostenlose Kreditkarten auf den Prüfstand

Man sollte also genau überlegen, welche Karte es sein soll. Besonders wichtig ist vielen dabei, dass keine Jahresgebühr anfällt, also eine kostenlose Kreditkarte ausgestellt wird. Doch damit könnte es bald schon vorbei sein. Nachdem die EU die Gebühren für Kreditkartenzahlungen von bis zu zwei auf 0,3 Prozent (bei Girokarten 0,2 Prozent) gedeckelt hat, sinken die Einnahmen der Banken. Das führt aus Sicht einiger Experten dazu, dass die Unternehmen neu kalkulieren und die Gebühren erhöhen müssen.

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