Betrüger fischen weiter nach Kreditkartendaten

Dienstag den 21.06.2016

Betrüger verlassen nur ungern gewohnte Pfade. Deshalb gehören Phishingmails nach wie vor zum Alltag. Dabei geht es den Tätern sowohl um Konto- als auch um Kreditkartendaten. Die jüngste Meldung über einen Betrugsversuch betrifft Barclaycard. Laut einer Mail sollen die Besitzer einer entsprechenden Kreditkarte ihre Daten aktualisieren. Wer nicht darauf reagiert, dem droht angeblich eine Bearbeitungsgebühr von 79,95 Euro.

Niemals auf dubiose Mails reagieren

Verbraucher, die den Link aus der E-Mail klicken, landen auf einer Seite, die sämtliche Daten rund um die Kreditkarte abfragt. Damit wäre es dann passiert. Die Betrüger haben alle Informationen, um auf Kosten des Karteninhabers einkaufen zu gehen. Die Folgen sind fatal. Vor allem, wenn man sich nicht intensiv mit der Kreditkartenabrechnung befasst und die Auflistung nur grob überfliegt. Denn im Fall der Fälle ist Eile geboten. Die Karte muss umgehend gesperrt und bestenfalls auch Anzeige gegen die Phishing-Täter erstattet werden.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es eine simple Regel: Niemals auf E-Mails reagieren, in denen Daten zum Girokonto oder zur Kreditkarte abgefragt werden. Selbst dann nicht, wenn sie täuschend echt zu sein scheint. Denn weder Banken noch Kreditkartenunternehmen gehen diesen Weg.

Antiviren-Programme helfen

Zu erkennen sind Phishingmails an mehreren Details. Meistens wird der Kunde nicht persönlich angesprochen. Wenn doch, sollte man auf die Schreibweise achten. Ein weiteres Kriterium ist die Absenderadresse. Sie hat in der Regel nichts mit dem Unternehmen zu tun, von dem die Nachricht vermeintlich stammt. Gleiches gilt für den Link, auf den verwiesen wird. Fährt man mit der Maus über diesen Hyperlink, wird die Zieladresse in den meisten E-Mail-Programmen angezeigt.

Am sichersten ist man, wenn man derlei Nachrichten umgehend löscht. Hilfreich sind außerdem Virenprogramme, die auch den E-Mail-Verkehr überwachen. Sie warnen vor Phishing-Versuchen. Und wenn man gar nicht weiter weiß: Auf der letzten Abrechnung und den Vertragspapieren steht in der Regel eine Rufnummer für den Kundenservice. Der weiß ganz bestimmt, ob eine E-Mail verschickt wurde oder nicht.

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