Selfie als Legitimierung beim Mobile Payment

Dienstag den 1.03.2016

Geht es darum, Zahlungen per Kreditkarte sicherer und einfacher zu gestalten, ist bisweilen auch Phantasie gefragt. Die beweist jetzt Mastercard. Die Pläne des Kreditkartenanbieters sehen vor, Passworte und persönliche Identifikationsnummern (PIN) weitgehend zu ersetzen. Durch ein simples Selfie – quasi Bezahlen per Lächeln und Knopfdruck.

Selfie Pay statt PIN oder Unterschrift

Damit treibt Mastercard gleich zwei Trends voran. Zum einen das mobile Payment. Zum anderen soll die Handhabung der Kreditkarte für Nutzer noch komfortabler werden. Und da die meisten Kunden ihr Smartphone ohnehin fast rund um die Uhr „am Mann“ haben, bietet es sich an, diese Schnittstelle konsequent zu nutzen. Dieser Gedanke, gepaart mit den biometrischen Daten des Kreditkarteninhabers, wurde von Mastercard bis zur Marktreife gebracht.

Erste Tests mit 500 Probekunden sind in den Niederlanden und den USA bereits gelaufen. Das Prinzip: Statt die Zahlung per PIN freizugeben, macht der Nutzer ein Selfie bzw. ein Foto von sich. Das Ergebnis wird mit einem vorher hinterlegten Bild abgeglichen. Dazu wurde ein Algorithmus entwickelt, der das Gesicht des Nutzers erkennt. Ist die Übereinstimmung groß genug, gilt die Zahlung als legitimiert. Der Name des neuen Systems: Selfie Pay.

Mastercard hofft auf weniger Fehlbuchungen

Auf breiter Ebene ausgerollt wird das neue Verfahren im September 2016. Statt mit Fingerabdruck, PIN oder Funk (NFC), wird dann mit einem Selfie bezahlt. Eine zugegebenermaßen einfache, vermutlich aber gewöhnungsbedürftige Art der Legitimierung. Mastercard hat dabei noch einen weiteren Hintergedanken. Die Zahl falscher Überweisungen soll auf diesem Weg deutlich reduziert werden. Denn Fehlläufer verursachen den Kreditkartenfirmen hohe Kosten.

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