Die Kreditkarte kommt im Alltag an

Dienstag den 2.02.2016

In Deutschland wird immer öfter mit Kreditkarte gezahlt. Entsprechend zufrieden zeigt sich Albrecht Kiel, zuständig für das Zentraleuropa-Geschäft von Visa, mit den Zahlen des vergangenen Jahres. Doch eine Baustelle bleibt in der Bundesrepublik: Das kontaktlose Bezahlen per Kreditkarte steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen, wohingegen man in Polen und Großbritannien bereits eifrig Gebrauch davon macht.

In der Summe überwiegen aber die positiven Aspekte der Entwicklung. „Die Kreditkarte wird zum alltäglichen Zahlungsmittel“, so Albrecht Kiel. Das lässt sich an den Zahlen ablesen. So greifen Verbraucher zum einen öfter zur Kreditkarte. An den Ladenkassen wurde ein Plus von 20 Prozent verbucht. Zum anderen sank der durchschnittliche Transaktionsbetrag um knapp 3,6 Prozent. Er liegt jetzt bei etwa 69 Euro. Hinzu kommt, dass die Zahl der Kreditkarten merklich angestiegen ist, um zwölf Prozent auf nunmehr 59,1 Millionen.

Größere Kreditkartenakzeptanz im Einzelhandel

Einen der Gründe für den Siegeszug der Kreditkarte sieht Visa in den erfolgreichen Verhandlungen mit den großen Einzelhändlern und der Deckelung der Kartengebühren. Bis auf Penny sind alle großen Unternehmen mit an Bord und akzeptieren die Kreditkartenzahlung. Albrecht Kiel ist zuversichtlich, dass die Zahl der Geschäfte weiter zunimmt. „Wir rechnen damit, dass sich dieser Trend fortsetzt und auf die mittelständischen Betriebe übergreifen wird.“

Nachholbedarf beim kontaktlosen Bezahlen

Noch etwas träge präsentiert sich indes das kontaktlose Bezahlen. Derzeit arbeitet man eifrig am Ausbau der Infrastruktur. 100.000 Terminals können bereits per Zahlungen per Near Field Communication (NFC) verarbeiten. 350.000 Geräte sollen ein Software-Update erhalten. Auch die Zahl der Karten, mit denen kontaktlos bezahlt werden kann, ist gestiegen, auf 4,1 Millionen. Bezogen auf die insgesamt 20,2 Millionen Visa-Kreditkarte in Deutschland, gibt es allerdings noch viel zu tun.

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