Samsung pusht das mobile Bezahlen

Mittwoch den 5.08.2015

Mobilen Bezahldiensten gehört die Zukunft. Hierzulande werden gerade erst die Weichen gestellt, um bequem und schnell per Smartphone bezahlen zu können. Doch international ist längst der Kampf um Marktanteile entbrannt. Vorreiter ist Apple. Mit seinem System Apple Pay ist der Hersteller seit Oktober 2014 am Start und bietet den Dienst seit dem 14. Juli auch in Großbritannien an. Ebenfalls mit von der Partie: Google bzw. Android Pay. Jetzt holt Samsung zum Gegenschlag aus und kooperiert dabei mit der Kreditkartengesellschaft Mastercard.

Ziel ist es, das eigene Bezahlsystem noch im Sommer zur Marktreife zu führen. Der Startschuss für Samsung Pay fällt dann in Südkorea und den USA. Für diese Zwecke steuert Samsung die nötige Technik bei, Mastercard die hauseigene Plattform MDES (Mastercard Digital Enablement Service). Gleichzeitig verhandelt Samsung mit Banken, um den Service künftig auch in Europa anbieten zu können. Das mobile Bezahlsystem unterstützt neben der Near Field Communication (NFC) auch die MST-Technik (Magnetic Secure Transmission). Statt die Kredite durch ein Lesegerät zu ziehen, damit der Magnetstreifen ausgelesen werden kann, erzeugt das System ein Signal, das die Magnetfeldeigenschaften der Karte simuliert.

Der Umstand, dass Samsung Pay nicht ausschließlich auf den Nahfunk via NFC setzt, erweitert den potenziellen Kundenkreis. Das Unternehmen schätzt die Zahl der Einzelhändler, bei denen die Rechnung mit dem Smartphone beglichen werden kann, weltweit auf 30 Millionen. Der Schwerpunkt wird künftig allerdings auf der NFC-Technik liegen. Das spiegeln auch die Zahlen aus Deutschland wider. 60.000 NFC-Terminals sind derzeit installiert. Mitte 2016 rechnet man bereits mit 200.000. Voraussetzung aufseiten des Kunden ist, dass er seine Kreditkarte für die Dienste von Samsung und Co. aktiviert.

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