Kreditkarten sind sicher

Dienstag den 12.05.2015

Bargeld hat den Ruf, unsicher zu sein, macht viel Arbeit, weil man es zählen muss, und wird daher in Schweden und künftig wohl auch in Dänemark kaum noch genutzt. Anstelle der Scheine und Münzen rücken Bankkarten, mit denen dann selbst das einzelne Brötchen oder der Kaugummi am Kiosk bezahlt werden. Hierzulande noch nicht denkbar, da die meisten Transaktionen nach wie vor bar beglichen werden. Doch die Entwicklung weg vom Geld in physischer Form ist längst eingeläutet. Da wird die Kreditkarte irgendwann zum treuen Begleiter. Ihr entscheidender Vorteil: Sie ist deutlich sicherer als Bares.

Wenn ein Langfinger die dicken Scheine aus dem Portemonnaie fischt, sind sie weg. Bei der Kreditkarte reicht ein Anruf, um sie nach einem Diebstahl zu sperren. Zudem wird es für Gauner und Betrüger immer schwerer, überhaupt noch mit fremden Kreditkarten Geld abzuheben oder Waren zu kaufen. Die Sicherheitsstrukturen, mit denen die ausgebenden Unternehmen und Banken arbeiten, sind zwar kein Ruhekissen, aber durchaus wirksam. Angefangen bei den EMV-Chips auf den Karten über die Unterschrift auf der Rückseite bis hin zu den Hologrammen, die Fälschern zusätzliche Hürden in den Weg legen.

Darüber hinaus gibt es die persönliche Geheimzahl, den Kreditrahmen, die Kartenprüfnummer, die bei Bezahlvorgängen im Internet benötigt wird, und eigens von den Kartenfirmen entwickelte Authentifizierungsverfahren, bei denen ein weiterer Code – der meist als SMS aufs Handy geschickt wird – erforderlich ist. Ähnliche Sicherheitsmaßnahmen werden derzeit für Bargeldabhebungen an Automaten erarbeitet.

Nichtsdestotrotz sind auch Karteninhaber in der Pflicht, sich um mehr Sicherheit rund um ihre Kreditkarte zu bemühen (vgl. Haftung bei Kreditkarten). Das fängt bereits damit an, dass Karte und Geheimzahl nicht an einem Ort aufbewahrt werden dürfen. Die Karte muss direkt nach Erhalt unterschrieben und jede Abrechnung sofort auf Unregelmäßigkeiten kontrolliert werden. Und für den Fall der Fälle kann es ganz sicher nicht schaden, die Notrufnummer zur Hand zu haben, um die Karte sperren lassen zu können: 116 116. Wenn man dann noch mit Virenscannern auf dem eigenen PC vorsorgt und bei E-Mails Vorsicht walten lässt, ist man weitgehend auf der sicheren Seite.

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