Braucht man mehrere Kreditkarte?

Donnerstag den 19.03.2015

Die Kreditkarte prescht voran. Immer mehr Geschäfte akzeptieren das Plastikgeld. Online zählen Mastercard und Visa ohnehin längst zum festen Ensemble der Zahlungsoptionen. Und im Ausland geht ohne Kreditkarte oft gar nichts. Das spiegelt sich auch in den Zahlen der Kreditkartenunternehmen wider. 2014 markierten sie eine neue Rekordmarke. Von diesem Trend wollen viele profitieren. Deshalb geben immer mehr Firmen eigene Karten aus, ob nun Versandhandel, Fluggesellschaft oder Möbelhaus. Doch lohnt es sich überhaupt, überall Anträge zu stellen und sich gleich einen ganzen Strauß an Karten ins Portemonnaie zu packen?

Nicht wirklich. Mehrere Kreditkarten zu besitzen, womöglich noch solche, die einen echten Kredit gewähren, birgt unter Umständen sogar Gefahren. Wer seine Finanzen nicht im Griff hat oder den Überblick verliert, rutscht schnell in die Überschuldung. Ist der Kreditrahmen von Karte A ausgeschöpft, wird halt die nächste gezückt. Alles kein Problem, bis die Abrechnungen kommen. Spontankäufe, Onlinebestellungen, der Besuch im Restaurant: All das muss irgendwann auch bezahlt werden. Bis dahin fallen in der Regel vergleichsweise hohe Zinsen an. Wer zwei Monate lang mit 2.500 Euro in der Kreide steht, muss je nach Kreditkarte mit bis zu 66 Euro Sollzinsen rechnen.

Ein zweites Problem ergibt sich bei der Schufa. Je mehr Kreditkarten mit Verfügungsrahmen im eigenen Portfolio sind, desto tiefer sackt der Schufa-Score nach unten. Schließlich besteht rein theoretisch bei jeder Karte die Option, sie bis zum Anschlag auszureizen. Daraus ergäbe sich eine enorme finanzielle Belastung. Um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, sollte sehr gut überlegen, welche Karten nötig sind. Eine Visa- und eine Mastercard zu besitzen, kann sicherlich nicht schaden, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Entscheidend sind die Kosten, also unter anderem die Jahresgebühren und die Zinsen. Oftmals würde übrigens auch eine Prepaid-Kreditkarte reichen.

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