Neue Verschlüsselung beim mobile Payment

Dienstag den 3.02.2015

Ob Coffee to go oder die neue Digitalkamera: Wird der Einkauf über ein mobiles Endgerät per Kreditkarte bezahlt, übermitteln die Systeme dem Händler bislang die kompletten Kartendaten. Kriminelle, die sich in die Datenbanken der Geschäfte hacken, können also auf alle relevanten Kreditkarten-Informationen zugreifen und sich dann bedienen. Dem schiebt Visa künftig einen Riegel vor. Deutschland-Chef Ottmar Bloching kündigte vorige Woche an, dass ab dem zweiten Quartal die sogenannte Token-Technologie eingeführt wird. Statt der Daten erhält der Händler eine Token-Nummer zur Abrechnung.

Dieser Einmaltoken stellt für den Handel eine Zahlungsgarantie dar. Die Daten entschlüsseln und damit eindeutig einem Kunden zuordnen, kann dank der neuen Technologie nur noch die Bank. Für Cyberkriminelle wird es damit völlig uninteressant, fremde Datenbanken nach Kreditkarten-Daten zu durchforsten. Hinzu kommt, dass für die Token Einschränkungen definiert werden können, sodass sie nur bei bestimmten Händlern oder Gerätekategorien akzeptiert werden. Laut Ottmar Bloching gehe es darum, Sicherheit und Bequemlichkeit beim mobile Payment zu vereinen.

Damit verfolgt Visa eine klare Strategie: Das mobile Bezahlen soll durch die neuartige Verschlüsselung gestärkt und für Verbraucher damit noch attraktiver werden. Denn bislang sind es hauptsächlich Sicherheitsbedenken, die viele davon abhalten, Einkäufe kurzerhand mit dem Smartphone zu bezahlen. Das ändert indes nichts am Siegeszug der Kreditkarte, der sich auch in die Umsatzzahlen von Visa widerspiegelt. Das Unternehmen hat im vierten Quartal 2014 den Ertrag um sieben Prozent steigern können. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent und lag bei 1,6 Milliarden USA-Dollar. Das ist deutlich mehr, als die Prognosen der Analysten vorhergesagt hatten.

Einen Kommentar schreiben: