Frauen denken bei Kreditkarten pragmatischer

Dienstag den 25.11.2014

Wer nutzt seine Kreditkarte intensiver, und wer hat mehr Plastikgeld im Portemonnaie: Frauen oder Männer? Dieser Frage ging die Targobank nach und ließ dazu vom Marktforschungsinstitut YouGov 1.068 Personen befragen. Vielleicht ein wenig überraschend: Es sind die Männer, die deutlich öfter zu Master- oder Visacard greifen.

Im Schnitt geben die Herren knapp 500 Euro monatlich per Kreditkarte aus. Bei den Frauen kommt die Mehrheit auf etwa 200 Euro im Monat. Genutzt werden Mastercard und Visa hauptsächlich für den Urlaub. Mit der Karte werden Reisen und Unterkünfte gebucht. Und auch sonst sind es vor allem Freizeit und Hobby, die für Kartenumsätze sorgen. Männer greifen meist abends beim Ausgehen und an der Tankstelle zur Plastikkarte. Frauen hingegen benötigen ihre Kreditkarten insbesondere, wenn es mal wieder auf Shopping-Tour geht.

Dabei haben Männer die größere Auswahl an Karten in der Geldbörse. Knapp 50 Prozent der befragten Männer verfügen über zwei Kreditkarten. Der Anteil der Frauen mit zwei Karten liegt nur bei 30 Prozent. Warum das so ist, erklärt der Pressesprecher der Targobank, Benjamin Sekavcnik: „Die Männer scheinen sich mit mehreren Karten auf alle Eventualitäten vorbereiten zu wollen. Zudem werden mehrere Karten sicherlich auch teilweise ein Statussymbol sein.“ Frauen sähen das Thema nüchterner und pragmatischer. Ihnen reiche daher eine Kreditkarte.

Übrigens: Viele – immerhin knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer – nutzen ihre Kreditkarte(n), um damit eifrig Bonuspunkte zu sammeln. Auch hier zeigen sich kleine Unterschiede: Frauen freuen sich über Rabatte, während Männer lieber nach Prämien Ausschau halten und ihre Punkte eintauschen. Gemeinsam ist beiden Geschlechtern, dass sie ihre Boni viel zu oft vergessen und schlichtweg verfallenlassen.

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