Jüngere Verbraucher setzen auf Visa

Dienstag den 19.08.2014

Das Interesse an Kreditkarten steigt. Ebenso die Bereitschaft, per Karte zu bezahlen. Doch wer besitzt überhaupt eine Kreditkarte? Das Portal Check24 hat den Bundesbürgern anhand der Antragszahlen von Mai 2013 bis April 2014 ins Portemonnaie geschaut. Die größte Bereitschaft zum Online-Antrag für eine VISA- oder MasterCard zeigen demnach die 20- bis 29-Jährigen.

Der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung beträgt zwar nur 12,10 Prozent. Bezogen auf die Kreditkartenkunden des Portals machen Twens inzwischen allerdings fast 40 Prozent aus. Sie bevorzugen Karten, bei denen die Umsätze direkt über das Girokonto abgewickelt werden – also sogenannte Debitkarten.

Echte Kreditkarten, die einen Kreditrahmen und ein längeres Zahlungsziel vorsehen, stehen vor allem bei Verbrauchern über 30 Jahren hoch im Kurs. Prepaid Kreditkarten, die auf Guthabenbasis funktionieren und Schulden verhindern sollen, sind indes kaum gefragt. Vermutlich, weil zumindest im ersten Jahr eine Gebühr gezahlt werden muss und das Angebot nur selten komplett kostenfrei ist. Ebenfalls interessant: Jüngere Antragsteller setzen eher auf Visa, wohingegen Personen im Alter von 30 bis 39 Jahren der MasterCard den Vorzug geben.

Verglichen wurde darüber hinaus, wo in der Bundesrepublik am ehesten Kreditkarten online beantragt werden. Die alten Bundesländer liegen diesbezüglich weit vorne. Der Indexwert beträgt 1,06, wohingegen die neuen Bundesländer lediglich einen Wert von 0,76 erreichen. Den ersten Platz belegt Bremen mit einem Index von 1,24 – Werte über 1,0 gelten als überdurchschnittlich – gefolgt von Hamburg mit 1,20 und Bayern sowie Berlin mit jeweils 1,18. In Brandenburg (0,57) wird gerade einmal halb so oft eine Kreditkarte via Internet beantragt. Die unterschiedliche Verteilung wird vor allem mit der geringeren Onlineaffinität in den neuen Bundesländern begründet. Ein weiterer Aspekt ist die Kaufkraft, die im Westen höher ist als im Osten des Landes.

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