Bezahlen per Handflächen-Scan

Dienstag den 29.04.2014

Der Markt für alternative Bezahlmethoden wartet inzwischen beinahe wöchentlich mit neuen Ideen auf. Während einige Gedanken bereits auf dem Papier verworfen werden, gelangen andere ohne große Umwege in den Praxistext. So auch der Handflächen-Scan. Die Methode könnte die Kreditkarte auf Dauer ablösen – wird zumindest gemutmaßt.

Biometrische Daten, zu denen auch die Handflächen mit ihrem einzigartigen Muster an Venen zählen, haben den Vorteil, nicht gefälscht werden zu können. Zudem hat man sie praktischerweise immer dabei. Hand auflegen und fertig. So einfach lässt sich in Schweden mittlerweile bezahlen. Das Interesse ist groß. Immer mehr Verbraucher registrieren sich für das Verfahren. Der Nachteil: Die Daten werden nicht zentral abgelegt, wie bei der Kreditkarte. Die Registrierung erfolgt vorerst noch in jedem Geschäft und Lokal, in dem man später einkaufen oder speisen möchte.

Die Handfläche muss dazu drei Mal über den Scanner gezogen werden. Das System speichert das Venenmuster zusammen mit der Sozialversicherungs- und Telefonnummer. Wird nun per Handflächen-Scan bezahlt, werden die Zahlungen halbmonatlich per Lastschrift vom Girokonto einbehalten.

Zu den Urhebern des Verfahrens, bei dem der hinlänglich bekannte Scan der Handfläche zum Bezahlsystem modifiziert wurde, gehört Fredrik Leifland von der Universität Lund. Er betont, per Venen-Scan zu bezahlen sei schneller und darüber hinaus wesentlich sicherer als die Rechnung per Kreditkarte oder Bargeld zu begleichen. Davon ist man auch in Nigeria überzeugt. Dort soll künftig der Finger-Abdruck die klassischen Bezahlmethoden ablösen.

Einen Kommentar schreiben: