Smartphone-App statt Kreditkartenplastik

Mittwoch den 12.02.2014

Noch gehören MasterCard und VISA in vielen Portemonnaies zum festen Sortiment des Plastikmehrklangs aus Bank-, Bonus- und Krankenkassenkarten. Auf Dauer scheinen sie jedoch überflüssig zu werden, zumindest in physischer Form. Dann reichen ein Datenpaket auf dem Handy oder die Nummernfolge ohne Kunststoffgewand, um Zahlungen vorzunehmen. Erste Erfolge verbucht das bargeld- und kartenlose Bezahlen bereits. Zum Beispiel im Supermarkt, wo das Smartphone die Aufgabe der Kreditkarte übernimmt.

Federführend sind diesbezüglich Rewe und Netto. Sie arbeiten mit eigenen Apps. Die Applikationen werden auf dem Smartphone installiert. Der Kunde muss sich nur noch registrieren und seine Zahlungsdaten hinterlegen. Möglich sind die Bankverbindung (Lastschrift) oder die Kreditkartenkarten. Beim nächsten Einkauf zückt man statt der VISA- oder MasterCard sein Handy. Bei Netto muss dazu ein Bezahlcode angefordert und dem Kassierer genannt werden. Rewe arbeitet mit QR-Codes, die über die App eingelesen werden. Der Einkauf wird dann bequem über das Bank- oder Kreditkartenkonto abgerechnet. Die Karte liegt derweil wohl behütet in einer Schublade oder Geldkassette.

Noch einfacher lassen sich Bananen und Konserven bezahlen, wenn man über ein Smartphone mit NFC-Chip (Near Field Communication) verfügt. Der Chip tauscht sich mit dem Terminal an der Kasse aus und gibt die für den Bezahlvorgang nötigen Bank- oder Kreditkartendaten weiter. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch Kreditkarten, die mit einem NFC-Chip versehen sind, bekannt als payWave und PayPass.

Wer nur online einkaufen möchte, braucht weder einen Chip noch eine klassische Bankkarte. Elektronische Prepaid-Kreditkarte lautet das Zauberwort. Der Kunde hat in dem Fall einer virtuellen Kreditkarte nur die Kartennummer und den Sicherheitscode zur Hand. Das Problem: Die Karte wird nicht überall akzeptiert und teils sogar mit Extra-Gebühren belastet. Und dann gibt es noch Zukunftsmusik, die im Kleinen auf dem neuen iPhone längst Realität ist: die Zahlungsfreigabe via Fingerabdruck. Die persönliche Identifikationsnummer (PIN) und das Passwort werden damit auf lange Sicht zu Auslaufmodellen.

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