Prepaid Kreditkarten für Jugendliche und Erwachsene

Montag den 27.01.2014

Spätestens seit die Stiftung Warentest sich intensiver mit dem Thema Prepaid Kreditkarten befasste und nach eingehender Studie den Daumen hob, ist auch das Interesse der Medien geweckt. Vorher fand man die Karten auf Guthabenbasis nur in den Werbeblöcken der großen Portale. Inzwischen widmet man dem Prepaidprinzip umfangreiche Artikel mit Tipps und Hinweisen.

Dieser Sinneswandel kommt nicht von ungefähr. Früher galten Prepaid-Kreditkarten mitunter als reine Spielerei für Jugendliche und dann als Notnagel für Schufa-Geschädigte. Da jetzt auch namhafte Banken mit von der Partie sind und zum Jugendkonto eine vorausbezahlte Master- oder VISA-Card spendieren, hat sich das Blatt gewendet. Immer mehr Angebote kommen auf den Markt, zum Beispiel vom Allgemeinen Deutschen Automobilclub (ADAC). Da lohnt es sich, tiefer in die Materie einzutauchen, um zu erkennen: Gar nicht schlecht, die Idee.

Sie wird jedoch nach wie vor hauptsächlich auf Kinder und Jugendliche gemünzt. Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen, bezeichnet sie zum Beispiel als „überlegenswerte Option“, wenn der Nachwuchs auf Reisen ist. „Man kann nicht mehr Geld ausgeben, als man hat“, so Gernt. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass es nicht möglich ist, Schulden zu machen. Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken bringt es auf den Punkt: „Die Prepaid-Kreditkarte ist eine Ausgabenschranke für den Verbraucher.“ Damit sind auch ältere Kunden gemeint, die zum Beispiel im Urlaub auf Nummer sicher gehen wollen.

Wichtig sei, betont Tanja Beller, sich vorab darüber zu informieren, wo die Prepaid-Kreditkarte akzeptiert wird. Zudem sollte man überlegen, für welche der vielen Karten man sich entscheidet. Ein Prepaid-Kreditkartenvergleich ist dafür die beste Basis. Schließlich halten nicht alle Angebote, was sie in bunten und großen Lettern versprechen.

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