Kreditkartenbetrug per Telefon

Dienstag den 24.09.2013

Unwissenheit kann es nicht gewesen sein, die eine 51-Jährige im Landkreis Regensburg dazu veranlasste, einem Wildfremden am Telefon die Kreditkartendaten zu nennen. Denn nicht nur online, sondern auch im Bereich der Printmedien – bis hin zur TV-Zeitschrift – wird immer wieder darauf hingewiesen, keinesfalls Zugangs- oder Kartendaten preiszugeben. Das lokale Wochenblatt spricht daher von „Naivität“, die der Frau vermutlich ein Minus von 800 Euro beschert. Diesen Betrag buchten die Betrüger per Eilüberweisung von der Kreditkarte ab. Jetzt ist es an der Polizei, dem Weg des Geldes zu folgen.

Diese Meldung gibt Anlass, nicht nur vor Phishing-Mails, sondern auch vor Betrügern zu warnen, die sich ihre Opfer telefonisch suchen. Die Masche entspricht weitgehend dem System, das die Täter auch online verfolgen. Sie geben sich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Hausbank aus und bitte darum, die persönlichen Daten zu bestätigen. Fadenscheinige Vorwände, warum Geburtsdatum und Adresse kontrolliert werden müssen, finden die Täter immer. Irgendwann kommt dann auch die Frage nach der Bankverbindung oder den Kreditkartendaten. Spätestens jetzt sollte man auflegen und die Polizei informieren.

Denn Banken und Kreditkartenunternehmen melden sich weder per E-Mail noch telefonisch, um die Daten der Kreditkarte in Erfahrung zu bringen. Diese Warnung sprechen die Unternehmen inzwischen seit Jahren aus. Doch anscheinend halten viele Kunden es für heiße Luft oder schlichtweg für übertrieben – bis sie sich die Finger verbrennen, wie die 51-Jährige. Ob sie ihr Geld jemals wiedersehen wird, ist fraglich. Die Bank wird auf grobe Fahrlässigkeit plädieren, zumal die Gefahren oft genug publiziert wurden. Und dass die Täter dingfest gemacht werden, ist eher unwahrscheinlich. Dann wären es 800 Euro Lehrgeld.

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