Schnelle Kreditkartensperren bei Betrug

Samstag den 10.08.2013

In Filmen zücken Kassierer bisweilen eine Schere und zerschneiden die Kreditkarte vor aller Augen, wenn das System das Plastikgeld nicht akzeptiert. Dabei ist es auch so schon peinlich genug, wenn die Master- oder VISA-Card von der Bank gesperrt wurde und man keine Alternative zur Hand hat. Das gilt umso mehr im Urlaub. Dann heißt es telefonieren, um nicht unnötig lange auf dem Trockenen zu sitzen. Doch warum wird eine Kreditkarte von jetzt auf gleich gesperrt?

Die genauen Hintergründe für eine solche Kartensperre wird keine Bank verraten. Es ist ein reiner Schutzmechanismus, um Betrug vorzubeugen. Gegenüber „Welt online“ erklärte der Sicherheitsbeauftragte der Düsseldorfer Targobank, Dirk Böck: „Die Parameter, nach denen unsere Computer vermeintliche Betrugsfälle herausfiltern, werden ständig angepasst, sobald neue Maschen bekannt werden.“ Der Löwenanteil entfällt beim Kartenbetrug inzwischen auf das Internet, hinzukommen Vorfälle mit Dubletten und gestohlenen Karten.

Von daher achten Banken sehr genau darauf, was und wo gekauft wird. In Australien eine Uhr für 500 Euro zu erwerben und mit der Karte am gleichen Tag die Rechnung in einem Restaurant in Hamburg zu begleichen, würde die Bank bzw. ihr Sicherheitssystem hellhörig werden lassen. Gleiches gilt, wenn die Zahlung nicht zum Profil des Kunden passt und völlig aus der Reihe tanzt, bei Onlineshops gekauft wird, die als verdächtig gelten, oder plötzlich mehrere kleine Beträge auf der Rechnung stehen. Denn Betrüger testen die Karten erst, ehe sie richtig aktiv werden. Probleme gibt es auch, wenn das vereinbarte Limit für den Auslandseinsatz überschritten wird. Da (Daten-)Diebe diese Hürde nicht kennen, ist die Karte relativ zügig gesperrt.

Einen Kommentar schreiben: