Aktuelle Statistiken zum Kreditkartenbetrug

Montag den 29.07.2013

Kreditkartenanbieter und Banken arbeiten ständig an neuen Features, um das Plastikgeld noch sicherer zu machen. Dazu zählt unter anderem die Kombination aus Chip und persönlicher Identifikationsnummer (PIN), wohingegen der Magnetstreifen nach und nach an Bedeutung verliert. Doch auch die Betrüger ruhen sich nicht auf den Lorbeeren vergangener Jahre aus. Das belegen die Statistiken zu den Kreditkartendelikten. Doch in welchen Ländern ist die Betrugsrate am höchsten?

In der Ukraine und in Rumänien sind nur wenige Kreditkarten im Umlauf und werden dementsprechend nur wenige Kartenzahlungen vorgenommen. Deshalb ist das Betrugsniveau dort relativ gering. Gleiches gilt für Polen, das in Europa zu den drei Schlusslichtern in puncto Kreditkartenbetrügereien zählt. Den neunten Platz nimmt Italien ein. Hier stieg die Zahl der Delikte vor allem in den Jahren 2006 bis 2008. Seinerzeit setzten die Täter auf Betrugsmuster, bei denen sie die Vorlage der Kreditkarte vermeiden (CNP: card not present).

Vergleichsweise sicher sind auch Schweden (Platz 8) und Deutschland (Platz 7). Das darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch hier Betrüger am Werk sind und sich mithilfe von Kreditkarten bereichern wollen. In der Bundesrepublik lag die Betrugsrate 2012 zum Beispiel rund 140 Prozent höher als im Jahr 2006. Spanien kommt auf Rang 6 der gefährlichsten Länder. Hier arbeiten die Täter in erster Linie mit verlorenen und gestohlenen Karten. In den Niederlanden (Platz 5) wurden 2008 Verluste in Höhe von 80 Millionen Euro beklagt, doppelt so viel wie in 2006.

Den vierten Platz nimmt Großbritannien ein. Auch hier greifen die Täter vor allem das CNP-Muster zurück. Zu den Top-3 zählen Norwegen, Griechenland und Frankreich. In Norwegen häufen sich die Probleme vor allem aufgrund gefälschter Karten und Identitätsdiebstahl, wohingegen Frankreich als trauriger Spitzenreiter trotz aller Bemühungen um Chip und PIN hauptsächlich mit Kartendiebstählen zu kämpfen hat. Der Schaden beläuft sich auf knapp sieben Cent je 100 Euro Umsatz.

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