E-Commerce: Platz zwei für die Kreditkarte

Donnerstag den 27.06.2013

In einem Punkt hat sich die Einstellung der Deutschen in den vergangenen Jahren kaum geändert. Bei den meisten Verbrauchern gilt nach wie vor die Devise: „Erst die Ware, dann das Geld“. Sie bezahlen sowohl im stationären Einzelhandel als auch online am liebsten per Rechnung. Der Klassiker hat laut der „Investors Marketing Trendstudie 2013“ des EHI Retail Institutes immer noch einen Anteil von 25,1 Prozent am E-Commerce-Umsatz. Auf Platz zwei folgt die Kreditkarte (16,9 Prozent), knapp dahinter das Lastschriftverfahren (15,6 Prozent).

Doch die bewährten Zahlungsarten bekommen zunehmend Konkurrenz. Vor allem Banken müssen sich Gedanken machen, wie sie den künftigen Herausforderungen begegnen. Die haben mit PayPal (Anteil am E-Commerce: 13,5 Prozent), Google und Amazon große Namen, sind online fest verankert und kennen die Wünsche der Kunden sehr genau. Das bereitet der Bankenwelt Sorgen. Eine Umfrage der Unternehmensberatung Investors Marketing ergab, dass vier von fünf Führungskräften bei Direktbanken die neuen Mitspieler als Gefahr für die Kunde-Bank-Beziehung werten. Im Schnitt machen sich 57 Prozent der Banken ernsthaft Gedanken um die Digitalisierung und die neuen Bezahlsysteme.

Kein Wunder: Trotz günstiger und teils kostenloser Kreditkarten, meist im Zusammenspiel mit dem Girokonto, sieht sich nur jedes dritte Institut optimal aufgestellt. Doch Experten machen Mut, berichtet die „Welt“: Noch sei der Kampf um die Hoheit bei den Zahlungsverkehrsdienstleistungen nicht ausgefochten. Mit von der Partie sind neben den Banken und Internetkonzerne auch die großen Telekommunikationsfirmen. Denn Bezahlen per Handy wird auf Dauer ein nicht zu unterschätzendes Thema werden. Vorausgesetzt, der Mehrwert des mobilen Bezahlens wird erkannt. Noch setzen 60 Prozent der Deutschen auf Bargeld.

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