Umweltschutz mit Kreditkarte

Mittwoch den 5.06.2013

Kreditkarte und Umwelt sind zwei Begriffe, die sich normalerweise nur schwer in Einklang bringen lassen, weil sie irgendwie aus zwei völlig unterschiedlichen Welten stammen. Dass es dennoch möglich ist, „Öko“ und Finanzen auf einen gemeinsamen Nenner zu hieven, beweisen die Schweizer Unternehmen South Pole Carbon und Cornèrcard. Sie haben die Climate Credit Card entwickelt und damit den „Intelligent Finance Foresight (IFF) Award“ für nachhaltige Finanzkonzepte gewonnen.

Dr. Maximilian Horster, bei South Pole Carbon für die Kreditkarte zuständig, ist hocherfreut über den Preis: „Wir sind sehr stolz auf diese Anerkennung.“ Gleichzeitig betonte er, dass es jedem möglich sei, im täglichen Leben – zum Beispiel beim Einkauf – etwas für den Klimaschutz zu tun. Im Falle der Climate Credit Card wird kurzerhand der CO2-Ausstoß der Waren oder Dienstleistungen ausgeglichen, die mit Karte bezahlt wurden. Mittels eines Klimarechners wird die genaue Emission ermittelt und dann mit innovativen Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern zu 100 Prozent kompensiert. Die Kosten für die Maßnahmen trägt Cornèrcard.

Mit der Kreditkarte wird ein Projekt im pazifischen Inselstaat Neukaledonien unterstützt. Dort liefern sechs Windparks mit über 100 Turbinen Strom für 50.000 Menschen und vermeiden 40.000 Tonnen CO2-Emissionen. Weitere Aspekte, die von South Pole Carbon berücksichtigt werden, sind die Gesundheit, Bildung und Lebensqualität der Menschen vor Ort. Das Unternehmen wurde 2006 gegründet und begleitet in 20 Länder Projekte, mit denen Treibhausgase reduziert werden sollen. Cornèrcard ist seit 1952 am Markt und brachte als erste Schweizer Bank eine VISA-Card heraus.

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