Polizei warnt erneut vor Phishing-Mails

Dienstag den 2.04.2013

Obwohl in den vergangenen Jahren mehrfach und mit Nachdruck über die Methoden von Kreditkartenbetrügern informiert wurde, scheint das Ende der Fahnenstange noch nicht in Sicht zu sein. Nach wie vor sind Kriminelle aktiv, die mit sogenannten Phishing-Mails auf Datenfang gehen – und zwar nicht nur in der Bundesrepublik. Die jüngste Warnung stammt aus dem Burgenland. Dort kursiert derzeit eine E-Mail, in der Bankkunden aufgefordert werden, ihre Kreditkartendaten aus Sicherheitsgründen zu bestätigen. Die Masche ist alt, findet aber immer noch neue Opfer.

Die Nachrichten wirken auf den ersten Blick echt und hinterlassen bei vielen Verbrauchern ein mulmiges Gefühl. Der Hinweis, dass die Kreditkarte ausgesetzt wurde und mithilfe der Zugangsdaten reaktiviert werden muss – auch um die Sicherheit zu erhöhen – hat schon viele dazu veranlasst, auf den Link in der E-Mail zu klicken. Selbst die Seite, die sich daraufhin öffnet, scheint von der Bank bzw. von MasterCard oder VISA zu sein. Ist sie aber nicht. Eingerichtet wurde sie von den Betrügern. Sie speichern die Daten und nutzen diese dann meist im Ausland, um Transaktionen in mehrstelliger Höhe auszuführen.

Polizei und Banken warnen daher seit Jahren, auf solche Nachrichten zu reagieren. Doch woran erkennt man nun, ob es sich um eine Phishing-Mail handelt? Diesbezüglich gibt es mehrere Anhaltspunkte. Viele der Mails sind in einem schlechten Deutsch verfasst und fehlerhaft. Eine solche Blöße würde sich weder eine Bank noch ein Kreditkartenunternehmen geben. Zudem wird der Kunde nicht direkt mit Namen angesprochen, sondern meist als „Karteninhaber“. Grundsätzlich gilt aber: Kreditkartenfirmen fragen niemals nach den Daten samt persönlicher Identifikationsnummer (PIN) – schon gar nicht per E-Mail.

Wer eine solche Mail erhält, sollte sie umgehend löschen oder – falls man nicht absolut sicher ist – bei der Bank nachfragen, die die Karte ausgestellt hat. Die entsprechende Rufnummer steht im Telefonbuch oder auf den Vertragspapieren. Wichtig: Niemals Servicenummern wählen, die in den Phishing-Mails aufgeführt werden. Wer hingegen auf eine solche Betrugsmasche hereingefallen ist und seine Daten preisgegeben hat, muss die Kreditkarte sofort sperren lassen und die Bank informieren, damit kein größerer Schaden entsteht.

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