Smartphones als Lesegerät für Kreditkarten

Freitag den 25.01.2013

Bargeldlos zu bezahlen ist schon lange möglich. Mobil zu bezahlen wird der Trend in diesem Jahr. Davon gehen zumindest die Experten aus. Benötigt werden ein Smartphone mit entsprechender Applikation, ein kleines Lesegerät sowie eine Kreditkarte – gegebenenfalls auch eine ec- respektive GiroCard. In den USA hat Twitter-Gründer Jack Dorsey den Grundstein für das Bezahlverfahren bereits 2009 gelegt. In der Bundesrepublik versuchen unter anderem die Start-ups iZettle (Hauptsitz ist Stockholm), Payleven und Sumup Boden gut zu machen und mobiles Bezahlen zu etablieren.

Die Unternehmen sind in Berlin ansässig und finden dort den perfekten Nährboden für ihre Konzepte, bei denen sie mit deutlich mehr Regularien zu kämpfen hatten als Jack Dorsey seinerzeit. Hinzu kommt ein zweiter Faktor: In Deutschland ist die Dichte an Kreditkarten und Smartphones deutlich geringer als in den USA. Nichtsdestotrotz sind die Start-ups inzwischen europaweit aktiv. Über Kundenzahlen wird dabei nicht gesprochen. Wohl aber über die die Mitarbeiter. Payleven beschäftigt 80, Sumup derzeit 150 „junge Talente“.

Alle Firmen nutzen für das mobile Bezahlen einen kleinen Kasten, der einfach nur in den Ausgang für den Kopfhörer gesteckt werden muss. Abhängig von der Bauart lassen sich damit der Magnetstreifen und/oder der Chip auslesen. Daraufhin wird die App gestartet, der Betrag eingegeben und der Kunde unterschreibt auf dem Display. Fertig. Die Rechnung bzw. der Beleg wird dann per E-Mail verschickt. Das Problem: Ohne persönliche Identifikationsnummer (PIN) kann derzeit nur mit EC- und Maestro-Karten bezahlt werden. VISA als Marktführer bei Kreditkarten setzt auf die PIN.

Bei Sumup und iZettle müssen die Kreditkartendaten derzeit deshalb noch von Hand eingegeben werden. Payleven hat ein mobiles Chip-and-Pin-Lesegerät entwickelt. Das Verfahren gilt als sicherer als das „Swipe and Sign“. Zudem haftet die Bank im Schadensfall, wenn Buchungen mit der PIN bestätigt wurden. Geht es um den Datenschutz, sind die Unternehmen fest davon überzeugt, dass ihre Technologien nicht so leicht manipuliert werden können. Für die Zukunft arbeiten Sumup und Payleven übrigens an Konzepten für die Near Field Communication (NFC). Kreditkarteninhaber werden sich in naher Zukunft auf die Verbreitung von PayPass und payWave freuen können.

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