Neue Phishing-Mails mit Tücken

Dienstag den 15.01.2013

Die Täter werden immer dreister: Haben Kreditkartenbetrüger bei ihren Phishing-Mails bislang Banken oder Kartenunternehmen als Absender genutzt, kursieren aktuell Nachrichten im Netz, die angeblich vom „Bundesministerium des Innern“ stammen. In der Betreffzeile steht „Verifizierung ihrer Kreditkartendaten“. Ziel – wie bei allen E-Mails dieser Art – ist es, die Kartendaten der Empfänger auszuspionieren. Die Empfänger werden gebeten, einem Link mit dem Hinweis „VeriSign“ zu folgen und dort die Kreditkarteninformationen einzutragen.

In der Nachricht gaukeln die Täter vor, dass MasterCard und VISA zusammen mit dem Bundesministerium des Innern an einem System gegen Internetkriminalität arbeiten. Die Daten würden benötigt, um die Sicherheit zu prüfen. Die Website, die dabei aufgerufen wird, ist eine typische Phishing-Falle. Sie leitet alle Informationen, die in die Formulare eingetragen werden, direkt an die Betrüger weiter. „Es handelt sich hierbei um einen Versuch, Ihre persönlichen Kreditkarteninformationen rechtswidrig auszuspähen“, so das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Beide warnen eindringlich davor, auf den Link zu klicken und Daten preiszugeben. Stattdessen sollte die E-Mail kurzerhand gelöscht werden.

Phishing-Mails sind nicht neu. Inzwischen wurde schon mehrfach auf die Gefahren hingewiesen, ob es nun um Girokontodaten oder die Daten der Kreditkarte geht. Weder Banken noch MasterCard oder VISA verschicken E-Mails mit der Bitte, Daten oder Vorgänge mit der Kreditkartennummer und Geheimzahlen zu bestätigen. Deshalb gilt: Niemals auf solche Nachrichten reagieren. Vorbeugen lässt sich mit einem guten Virenscanner. Die Programme erkennen nicht nur Schadprogramme, sondern warnen auch vor Phishing-Mails.

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